6. Mai 2021

Demenz – eine typische Seniorenerkrankung

Plötzlich fallen einem die Namen der eigenen Kinder nicht mehr ein oder man erinnert sich nicht mehr daran, was man vor einer Stunde getan hat. Das ist für jeden sehr erschreckend. Im Alter liegt die Vermutung sehr nahe, dass es sich hierbei um Demenz – auch Alzheimer genannt – handelt. Auf dieser Seite können Sie sich über diese Krankheit informieren. Dabei werden Sie auch die Unterschiede zwischen einer Demenz und Alzheimer erfahren, denn beides ist nicht unbedingt das Gleiche.

Demenz in Demenz – eine typische Seniorenerkrankung

Demenz - Eine Alterserkrankung © Slydgo / pixelio.de

Demenz ist nämlich lediglich ein unspezifischer Oberbegriff, der alle Erkrankungen zusammenfasst, welche geistige Leistungen negativ beeinflussen. Dabei unterscheidet man zwischen der vaskulären, der sekundären und der Alzheimer-Demenz. Die vaskuläre Demenz lässt sich auf Durchblutungsstörungen des Gehirns zurückführen. Folgen sind gewisse Einschränkungen der kognitiven Leistungen. Häufig treten zum Beispiel Orientierungs- und Wahrnehmungsstörungen bei Betroffenen auf. Gefährdet sind in besonderem Maße Menschen mit Durchblutungsstörungen oder verengten Blutgefäßen.

Auch nach einem Schlaganfall leiden viele Personen an der zweithäufigsten Demenzform, der vaskulären Demenz. Die sekundäre Demenz ist größtenteils behandelbar, da sie häufig Nebenerscheinung anderer Erkrankungen ist. Zum Beispiel kann eine sekundäre Demenz durch Stoffwechselerkrankungen oder Vitaminmangel ausgelöst werden.

Am häufigsten tritt die Alzheimer-Demenz auf. Sie verläuft vergleichsweise langsam und wird daher auch mitunter erst spät diagnostiziert. Dabei unterteilt man die Krankheit in drei Stadien, die jedoch bei allen Patienten individuell verlaufen. Also nicht jeder hat die gleichen Symptome und bei einigen verläuft die Krankheit schneller als bei anderen.

Vielen fällt Alzheimer zum ersten Mal durch häufiges Vergessen ein. Man vergisst, was man vor einer Stunde gemacht hat oder kann sich an den Namen eines Freundes plötzlich nicht mehr erinnern. Vergangenes, was weit zurückliegt, wie beispielsweise Kindheitserinnerungen, können dagegen gut abgerufen werden.

Vielen Betroffenen entfallen während eines Gespräches auch Worte. Die Vergesslichkeit wird in diesem Stadium noch häufig überspielt. Dies ist im zweiten fast nicht mehr möglich. Hier tritt der Alzheimer deutlich stärker zum Vorschein, so dass Erkrankte nur mit Mühe einfache alltägliche Aufgaben bewältigen können. Ab diesem Zeitpunkt sind sie daher auf Hilfe von außen angewiesen. Viele Erkrankte sind in diesem Stadium rastlos, müssen sich ständig bewegen und gehen auch nachts umher. Sie wirken in fremden Umgebungen orientierungslos und zum Teil verändert sich sogar ihr Charakter.

Im dritten Alzheimer-Stadium sind betroffene Personen vollkommen von anderen Personen abhängig. Das Sprechen sowie die Motorik werden zusehends schlechter. Viele Erkrankte werden in dieser Phase apathisch und nehmen Einflüsse von außen und andere Personen kaum noch wahr.