17. Oktober 2019

Vom Arbeitsleben in den Ruhestand

Der Abschied vom Beruf ist für viele ein einschneidendes Erlebnis. Immerhin fängt mit dem Ruhestand ein ganz neuer Lebensabschnitt an. Während sich einige Menschen darauf freuen, macht anderen die viele freie Zeit ein wenig Sorgen. Wir möchten Sie über diese Übergangszeit vom Arbeitsleben in die Rente oder Pension informieren. Auf dieser Seite erfahren Sie zum Beispiel, wie dieser Übergang in den Ruhestand durch Altersteilzeit einfacher gestaltet werden kann.

Es gibt unterschiedliche Gründe, weswegen Personen in den Ruhestand gehen. Zum einen gibt es die Regelaltersrente. Diese wird zur Zeit ab dem 65. Lebensjahr ausgezahlt, allerdings ist geplant, das Rentenalter auf 67 anzuheben. Langjährig Versicherte können durch einen Abzug von 7,2 Prozent die Rente ab 63 Jahren beantragen. Darüber hinaus haben einige Personengruppen die Möglichkeit die Altersgrenze weiter zu senken. Zum Beispiel können Frauen, die bis einschließlich 1951 geboren sind, eine Rente ab 60 Jahren in Anspruch nehmen. Hierfür müssen sie mindestens 15 Jahre lang versichert sein, und nach ihrem 40. Lebensjahr noch mindestens 10 Jahre lang die Pflichtbeiträge bezahlt haben. Allerdings müssen diese Frauen, die eine Rente bereits ab 60 Jahren in Anspruch nehmen möchten, zum Teil mit erheblichen Kürzungen rechnen. Auch behinderte Menschen mit einem Behinderungsgrad von 50 Prozent oder höher können vorzeitig in den Ruhestand gehen. Man muss allerdings bei vorgezogener Rente beachten, dass die Leistungskürzungen lebenslang gelten und zudem späteren Einfluss auf die Hinterbliebenrente haben werden.

Während es einige kaum erwarten können, das Arbeitsleben hinter sich zu lassen, ist es für andere Menschen eine Angst einflößende Vorstellung plötzlich Rente zu beziehen und keinen Lohn mehr zu erhalten. Um den Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand nicht abrupt, sondern gleitend durchzuführen, kann man in Altersteilzeit gehen. Dies ist ab dem 55. Lebensjahr möglich. Also die Generation 50 plus ist hier im Vorteil. Dabei gibt es das Zwei-Phasen-Modell. Hierbei arbeitet man die volle Wochenstundenzahl in der ersten Phase für die Hälfte des Lohnes plus einen mindestens 20prozentigen Aufschlag. In der zweiten Hälfte der Altersteilzeit bezieht man den gleichen Betrag, geht dafür jedoch nicht mehr arbeiten, da man seine Stunden hierfür bereits in der ersten Phase abgearbeitet hat. Beide Phasen der Altersteilzeit sind gleich lang und insgesamt müssen sie bis zum Beginn des Rentenalters andauern. Auf diese Weise bezieht man weiterhin Lohn und kann sich dadurch an die Freizeit und den Gedanken, Rente zu beziehen statt sein Geld wie bisher aktiv zu verdienen, allmählich gewöhnen.

Ganz gleich, ob Sie vorzeitig Rente beziehen möchten, einen langsamen Übergang in den Ruhestand wünschen oder aber die Regelaltersrente in Anspruch nehmen möchten, für jeden Wunsch gibt es eine entsprechende Möglichkeit.Die Wege vom Arbeitsleben in die Rente können also individuell unterschiedlich gestaltet werden.